Lecce

Um die Stadt von Lecce zu definieren braucht man nur ein Wort: Barock.
Ein steiniges Aussehen, der “edle Stein” des Salento, Ergebnis der Kreativität von verschiedenen Künstlern, jedoch auch von vielen fähigen und anonymen Steinhauern und Mauermeistern, die ab dem sechzehnten Jahrhundert richtige Kunststücke vollbracht haben.
Es ist komisch: genau in dem Moment als Apulien unter der schikanösen Vorherrschaft der Spanier schwächer wurde, begann das künstlerische Schaffen in Lecce und dem ganzen Salento zu erblühen.
Und deshalb wurde der Anfang am Domplatz gestartet, wo die grosse theatralische Szene der Gebäude beginnt (hineinkommend von links der Dom, im Hintergrund das Bischofsgebäude und rechts das Seminargebäude) die sich wie in einem Kreuzgang schliessen.
Ein Vorschlag? Probieren Sie beim Sonnenuntergang auf diesem Platz zu stehen, wenn die Farbe der Wände sich anzünden und mit dem saphirblauem Himmel, ein unbeschreibliches Schauspiel bilden.
Ab diesem Moment kann Ihre Reise entlang zwei wichtigen Hauptstrassen weitergehen, Via Palmieri oder Via Libertini: die erste, mit seinen eleganten Gebäuden, symbolisiert eine der angesehensten Strassen der Stadt; die zweite zählt verschiedene Kirchen und Gebäude des sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts auf.
Was kann man besichtigen: die Kirche von Santa Teresa und von Sant’Anna (mit dem angrenzenden ex Konservatorium, welches nun Ausstellungen und kulturelle Ereignisse aufnimmt) die prächtige Kirche des Rosario (San Giovanni Battista), ein Triumpf von Statuen, Kolonnen, Baluster, Rosetten und Wappen. Neben den prächtigen Barockbauten ist es eigenartig zu sehen, dass auch Zeugnisse der romanischen Epoche vorhanden sind, als die Stadt, welche Lupiae genannt wurde, zu Augustus Zeit ihre Hochblüte hatte, das man mit dem Meisterstück des Amphitheaters im Sant´Oronzoplatz heute noch sehen kann. Dieses Amphitheater, welches 20.000 Besucher beinhalten konnte, wurde im Jahr 1901 entdeckt und leider nur teilweise sichtbar gemacht. Heute ist dieses romanische Amphitheater, Rahmen für viele Theatervorstellungen und Konzerte und zur Weihnachtszeit wird es als Krippe verwendet.
Neben dem Amphitheater steht ein Sitz oder Wahllokal; das Gebäude aus Steinen von Lecce war bis zum 1851 Gemeindeamt: die grossen Fenster sollten Symbol der Transparenz der öffentliche Akte sein. Heute werden im inneren des Gebäudes kulturelle Aktivitäten abgehalten.
Die ganze Altstadt ist eine Inbrunst von alter und neuer Aktivität.
Heute wird es nicht schwierig sein, in eine der vielen handwerklichen Werkstätten in denen Eisen und vor allem Pappmaschee verarbeitet werden, zu gehen, welche eine typischste Aussageform der handwerklichen Arbeit für Apulien ist. Lecce ist jedoch auch eine lebhafte Handelsstadt und ein Treffpunkt mit Kaffees, Restaurants und Lokalen, welche die Gassen und Plätze bis hin in die späte Nacht bevölkern.
Lecce ist in ständiger Bewegung, im Winter sowie auch im Sommer, dank seiner aufmerksamen, neugierigen, kreativen Einwohner, welche es gewohnt sind zu kommunizieren und sich zu konfrontieren, deshalb sind auch hier verschieden Produzionen im Bereich des Kinematographie, der Musik und dem Theater entstanden.
Kultur, Tradition, Reinheit des Ursprungs…das ist das Geheimnis des Charme von Lecce.
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