Alberobello (BA)
Wenn Sie über die Bundesstraße über die Murge fahren, werden Sie eine atemberaubende Landschaft bewundern; Alberobello zu erreichen, die so genannte Hauptstadt der Trulli in der Provinz Bari, ist eine einzigartige Erfahrung. Die Stadt wurde im 15. Jahrhundert von den Grafen Acquaviva aus Conversano gegründet, dank der „Sylva arboris belli“, d.h. „ der Wald des Kriegbaums“, ein Wald, dessen Zeugnisse noch heute in ganzem Land verstreut sind. Die Altstadt ist ein einzigartiges architektonisches Phänomen und aus diesem Grund hat die UNESCO sie als Weltkulturerbe unter Schutz gestellt. Die Trulli liegen auf zwei Hügeln, die von einem Karstkanal getrennt werden: auf dem höchsten Hügel liegt der Stadtteil „Monti“ ; auf den kleinsten Hügel liegt der Stadtteil „Aia Piccola“.
Es gibt mehr als 1000 Trulli und wenn Sie die Pfade durchlaufen, wird das eine zauberhafte Erfahrung sein: seltene Exemplare von Eichen (die so genannte „Fragno“) erhoben sich neben den Trockenmauern der Häuser; der weiße Kalk widersetzt sich den grauen konischen Schieferdächern, die mit geheimnisvollen Symbolen geschmückt sind und die von verschiedenen Fialen überragt werden.
Einer der Pfade des Stadtteiles Monti führt auf der Hügelspitze, wo die St. Antonius Kirche, die auch die Form eines Trullos hat, die Stadt überragt.
Wenn Sie auf einer Terrasse des Stadtteiles Aia Piccola am Abend sind, werden Sie glauben, ein Märchen zu erleben: vor Ihren Augen kommen eine eindrucksvolle Landschaft und tausend farbige Lichter kurz unter den zahlreichen Trulli auf den Pfaden und Stiegen hervor.
Wenn es Winter ist und Sie Glück haben Alberobello unter einer weichen Schneedecke zu sehen, werden Sie glauben, in eine Karte zu sein, die Sie in Ihren Erinnerungen aufbewahren möchten.
Und dann gibt es Läden, Geschäfte, Lokale, Restaurants…um ein Geschenk für Ihre Lieben zu kaufen, um einen angenehmen Abend zu verbringen oder um in einem guten Restaurant zu essen.
Fasano (BR)
In der Nähe von dem Adriatischen Meer liegt Fasano- eine Kleinstadt, die, nach der Vernichtung von Egnazia und nach der Abwanderung der Bevölkerung ins Land, im 10. Jh. gegründet wurde.
Fasano ist eine lebendige und arbeitsame Stadt mit mehr als 30000 Einwohnern. Wie viele andere Städte von Apulien hat Fasano verschiedene Orte und zahlreiche liebliche Aspekte, die typisch für das Itria Tal sind: Olivenhaine, Obstgärten und Weinberge.
Wegen des Hügellandes, des Waldes (Selva di Fasano) und der Meernähe hat Fassano sowohl frische Luft im Sommer als auch mildes Klima im Winter.
Savelletri und Torre Canne sind zwei wichtige sehenswürdige Orte mit ihren wunderbaren Stränden, die Meer- und Spa-Liebhaber anziehen.
Selva di Fasano erstreckt sich über 7 Kilometer und ist von mehreren Serpentinen gekennzeichnet. Man erreicht eine maximale Höhe von 396 Meter über dem Meer. Auf diese Art und Weise kann man die bezaubernde Landschaft mit jahrhundertealten Ölbäumen, Weinbergen und Mandelbäumen bewundern. In Selva di Fasano gibt es auch einige Naturgrotten, wie die Grotte von Sant’Elia mit zahlreichen Stalaktiten. Von oben kann man ein schönes Panorama des Adriatischen Meeres betrachten.
Es ist auch möglich, eindrucksvolle befestigte Bauernhöfe, die mitten im Grünen der Ölbäume liegen, zu besuchen. Einige von ihnen empfangen die Touristen, die dort lokale Köstlichkeiten von Apulien genieβen wollen: die Orecchiette, frischer Fisch, Mandelkuchen und Olivenöl aus Fasano- Hügeln.
Die letzte faszinierende Sehenswürdigkeit: der Zoo-Safari Park, der 2 Kilometer von Fasano entfernt ist. Man kann dort mehr als 1000 Tiere aller Art bewundern. Mehr als 40 Tierarten leben frei unter mediterranen Pflanzen und Ölbäumen auf dem Gebiet von 120ha: eine spannende und einzigartige Landschaft.
Monte Sant'Angelo (FG)
Der Legende nach wurde die Stadt in der Provinz Foggia um eine Grotte herum gegründet, wo mehr als einmal (490, 492 und 493 nach Christus) der Erzengel Michael erschienen war. Heute ist Monte Sant’Angelo eine entzückende Stadt, die auf einem Ausläufer verschanzt ist, von wo Sie den wunderbaren Golf von Manfredonia bewundern können. Es ist ein Agrar- und Touristendorf in der Nähe vom Meer und dem Umbra Wald, wo die ersten Wohnorte um die Grotte gebaut wurden. Hier fanden erstmals die Wallfahrer Zuflucht und später dehnte sich das Dorf mit seinen Pfaden und Treppen auf dem Hügel aus.
Die Wallfahrtskirche des Erzengels Michael mit seinem achteckigen Glockenturm liegt im Herzen der Stadt und ist ein der ältesten Kultstätte des Christentums.
Von der Wallfahrtskirche können Sie die Basilika und die Grotte erreichen, wo die Marmorstatue des Erzengels Michael, die von Andrea Sansovino gemeißelt wurde, beschützt ist.
In der Nähe der Wallfahrtskirche liegt die Burg und das Baptisterium St. Giovanni in Tumba, besser bekannt als „Tomba di Rotari“. Dort liegt auch die Kirche St. Maria Maggiore, wo sich drei wichtige byzantinische Freskos, eines von diesen wurde St. Franziskus geweiht. Der Legende nach besichtigtet St. Franziskus im Jahr 1216 die Kirche.
Im Franziskanerkloster aus dem vierzehnten Jahrhundert liegt das Museum der Künste und Volksbräuche des Gargano „Giovanni Tancredi“.
Ostuni (BR)
Die Stadt liegt in der Provinz Brindisi, im Itriatal und trägt den Beinamen „Città bianca“ (Weiße Stadt). Sie ist eine echte Perle, die auf drei Hügeln in den Murge eingefasst wird und die die Ebene von jahrhundertealten Olivenbäume zwischen Brindisi und Monopoli überragt. Sie können durch ein Gewirr von kleinen Plätzen, Engpässen, Stiegen und Gassen zwischen Bögen und Strebepfeilern bummeln, die zwischen den typischen weißgekalkten Häusern liegen. Die Landschaft wirkt dank den Licht- und Schatteneffekte und den verschiedenen Farben der Türen und Fensterläden der Häuser eindrucksvoll. In der Vergangenheit unterschieden diese Farben die Einwohner von Ostuni (grau und rot) von den Immigranten (blau, braun und grün).
Das strahlende Weiß widersetzt sich der stattlichen Ockerfarbe der spätgotischen Kathedrale des fünfzehnten Jahrhunderts, und des Karmeliterklosters aus dem achtzehnten Jahrhundert. Im Kloster finden Sie das Museum der frühklassischen Kultur, wo die älteste Mutter der Welt Delia ausgestellt ist.
Otranto (LE)
“Gewundene Gassen, mit Stiegen und Steigungen, dicke Stadtmauern und undurchdringliche Tore. Eine Stadt, die aus Angst, dass die Türken zurückkehren und die Köpfe abschneiden könnten, aufgebaut wurde“. Das hat Roberto Crotoneo in seinen Roman „Otranto“ geschrieben. Die wunderbare mittelalterliche Ortschaft dieser sehr alten Stadt in der Provinz Lecce, im Salento, ist von imposanten Stadtmauern ungeschlossen, die die Aragonier nach dem tragischen Angriff der Türken aufbauten.
In der Vergangenheit hatte die Stadt eine wichtige Rolle als Straßenkreuz mit der nahen Stadt Brindisi und als Handelszentrum mit dem Osten. Sein Prestige hielt sich auch nach der römischen Eroberung (im 266 Vor Christus), und steigerte sich auch noch nach der byzantinischen und normannischen Herrschaft.
Der 28. Juli 1481 war ein sehr tragisches Datum: 18.000 Türken landeten in Otranto und belagerten sie bis zum 12. August, als sie die Stadt einnahmen. Das war ein ehrgeiziger Plan von Mohammed II, der eine Unterwerfung von Süditalien sowie eine Zusammenführung mit den spanischen Moslems vorsah.
Im September 1481 wurde die Stadt dank des Herzogs von Kalabrien befreit.
Der Haupteinfahrt der mittelalterlichen Ortschaft ist die Porta Alfonsina, die zwischen zwei zylindrischen Türme liegt.
Trotz der Änderungen im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert ist die Kathedrale heute noch eine der wichtigsten Musterbeispiele der Romanik von Apulien. Die Kathedrale ist auch sehr wichtig aufgrund seines Mosaikfußbodens.
Darüber hinaus gibt es noch eine imposante Burg, die zwischen 1485 und 1498 aufgebaut wurde. Hinter der Burg wurden die Überreste der messapischen Stadtmauern aus der 4. Jahrhundert vor Christus gefunden.
Die Kirche Santa Maria Annunziata wurde zum Gedanken an das historische Ereignis von 1480 auf die Hügel Minerva aufgebaut. Hier wurden die letzten 800 Einwohner von Otranto von den Türken ermordet, weil sie den Übertritt zum Islam abgelehnt hatten. Sie können diese Kirche durch die Stiegen zur Rechten der Burg erreichen.
Polignano a Mare (BA)
Wenn Sie mit offenem Mund beim Bewundern einer der eindrucksvollsten Landschaften dastehen möchten, sollten Sie diese Stadt in der Provinz Bari besichtigen. Polignano sieht wie eine Klippe aus, die bei Ebbe trocken liegt. Das Dorf blickt auf ein Kliff, die 24 Meter hoch in der Stadtmitte ist; Häuser, die dort stehen, bevor die Klippe steil ins Meer abfällt und sind von einem verworrenen Gewirr von kalkenden Gassen und Alleen verbunden, die an Terrassen auf der Klippe führen; regelrechte Aussichtsterrassen, wo sich Ihr Blick in den blauen Horizont des Himmels und Meeres verliert.
Es gibt noch andere Überraschungen: auf den Hügel liegen die Häuser und unter….liegen die Grotten! Unter Ihren Füßen gibt es versteckte Grotten, die von der Wellengang gegraben wurden. Gleichzeitig hat er das Kalkgestein der Meeresküste modelliert.
Die schönste Grotte ist die „Grotta Palazzese“, über der Sie ein Restaurant und ein Hotel finden können.
Das Wasser, das diese Grotte bespült, hat dank dem Meeresgrund und der Sonnenstrahlen eine wunderbare und bezaubernde grün-blaue Farbe.
Man sagt, dass die Königin Giovanna I d’Angiò (1326-1382) so bezaubert von der Schönheit der Grotte war, dass sie ihren Pagen, der sie begleitete, verführte, um mit ihm einige Zeit für Intimität zu haben.
Es gibt viele andere Grotten, wie die „Grotta Stalattitica“ und „Grotta della Foca“, die nur mit Booten, die der Küste folgen, zu besichtigen sind.
Nicht sehr weit von der alten Ortschaft, in der Nähe der „Arco Marchesale“, die bis zum 1700 die einzige Einfahrt in die Stadt war, können Sie in die „Lama Monachile“ hinuntergehen („lame“ sind tiefe Flussbetten , die Grotten und Buchten erschaffen). Hier finden Sie eine römische Brücke über die „Via Traiana“ und eine zweite Brücke, die um 1810 von Goacchino Murat, König von Neapel, aufgebaut wurde. Auf diese Weise erreichen Sie den alten Hafen, der in der wunderbare Bucht „Cala Paura“ liegt.
Trani (BA)
Was sind denn eigentlich die Trulli?
Die Trulli sind Bauwerke die verteilt im ganzen Land liegen und ursprünglich von Saisonarbeitern, die in der Landwirtschaft oder als Hirten arbeiteten, bewohnt wurden; mit der Zeit und auch nur in der Höhenlandschaft der Murgia, wurden diese in Dauerwohnungen umgewandelt, und diese formten dann richtige Wohngebiete die „casedde“ so wie man sie im lokalen Dialekt nannte. Das Wort „Trullo“ drückt ein Konzept der Rundheit und Kreisförmigkeit aus; kreisförmig ist deshalb auch das Dach des Trullo sowie auch kreisförmig die Zeitauffassung der Bauern ist, gegliedert von der Kreisförmigkeit der zu arbeitenden Jahreszeiten. Dieses kreisförmige Zeitkonzept wird in der griechisch-byzantinischen Sprache mit “Trullos” ausgedrückt, oder besser gesagt “Kuppel”; das Christentum erkannte der lateinischen Wort “trullus” mit der Bedeutung Kapelle mit Kuppel (in Rom gibt es einen Trulloplatz, heute auch Piazza del Popolo (Volksplatz). In italienisch kommt das Wort “trullo” vom dialektalen Wort truddo, welches in Salento sehr benützt wird. Die Trulli sind der typische Ausdruck der Architektur die ohne Mörtel gemacht werden. Es liegt Magie in den Trulli. Die kreisförmige Form zum Beispiel: welche als Wohnraum genutzt wird unterzieht sich einem religiösen Prinzip; sie grenzt den magisch-heiligen Raum ab, und in dessen Innere kann das Böse nicht eindringen. In der heiligen Symbollesung stellt der Kreis den Himmel dar und das Quadrat die Welt: der Trullo nimmt beide in sich ein. Und dann die Fiale: mit einer sichtbaren dekorativen-symbolischen Funktion, welcher Ursprung nicht sehr sicher ist, für einige Historiker liegt dieses im betilischem Kult, die von den antiken östlichen Völkern zum Ausdruck gebracht wurde. Es ist sehr schwierig eine Erklärung für diese Zeichen in Kalkmilch zu geben, welche auf die kegelförmigen Dächer gezeichnet wurden: sie richten sich in Richtung Himmel als ob sie sich der Göttlichkeit hingeben würden: Für einige Forscher handelt es sich um Symbole der prähistorischen Epoche; andere sagen hingegen das es sich auf antikes druitisches Rituale handelt, die in diesen Wäldern zelebriert wurden.










